Umgang mit unangenehmen Fragen

Welche Fragen fürchten Sie? Machen Sie sich vorab eine Liste unangenehmer Fragen und versuchen Sie, sich Antwortmöglichkeiten zurechtzulegen.

Reagieren Sie sehr zurückhaltend auf die Frage: Was spricht gegen Sie als Kandidat für diese Aufgabe? Streichen Sie an dieser Stelle noch einmal heraus, was für Sie spricht.

Beliebte Standardeinwände gegen Bewerber sind: zu alt, zu jung, zu wenig erfahren, überqualifiziert, zu lange aus der Arbeitswelt raus (z.B. bei Wiedereinsteigern, Arbeitslosen etc.), zu häufig krank (wird eher gedacht als ausgesprochen), zu kritisch, zu schüchtern, vorbestraft, falsche (auch ehemalige) politische Überzeugung und / oder Parteizugehörigkeit usw.

Was immer man gegen Sie einwendet (wenn überhaupt offen), es kommt darauf an, wie Sie damit umgehen. Optimalerweise bedenken Sie sich für die Offenheit und belassen es dabei.

Bewahren Sie Gelassenheit. Es geht darum, zu sehen, wie Sie mit solchen Fragen, Bemerkungen, Feststellungen umgehen können.

Generell: Wer fragt, sollte auch eine Antwort bekommen. Bestimmen Sie aber, was Sie sagen, erzählen wollen.

Kurzübersicht über unangenehme Fragen

  • Warum sollten wir Ihnen diese Position gerade nicht anbieten?
  • Was spricht gegen Sie als Kandidat?
  • Was sind Ihre Schwächen, Nachteile, Defizite?
  • Was haben Sie alles in Ihrem (Berufs-) Leben trotz Vorsätzen noch nicht erreicht?
  • Ihr größter (beruflicher) Misserfolg, Ihre größte Enttäuschung?
  • Was haben Sie daraus gelernt, welche Konsequenzen gezogen?
  • Wovor fürchten Sie sich?
  • Was kann Sie so richtig ärgerlich machen?
  • Was mögen Sie nicht, schätzen Sie bei sich nicht, haben Sie Schwierigkeiten mit...? (bei der Arbeit, am Arbeitsplatz, tätigkeits- und personenbezogenen bei Kollegen, Mitarbeitern, Vorgesetzten, sich selbst)
  • Stellen Sie uns aus Ihrer beruflichen Laufbahn (aus Ihrem Werdegang, Leben) Negativ-, Anti-, Vorbilder vor und erklären Sie warum.
  • Was würden Sie in Ihrem (Berufs-) Leben anders machen, wenn Sie es könnten (wenn Sie noch mal von vorn anfangen könnten)?
  • Was wollen Sie wann und wie (beruflich) in Ihrem Leben erreicht haben?
  • Was sind Ihre persönlichen (beruflichen) Ziele, Ihr Motto (bis hin zum Sinn des Lebens)?
  • Wie definieren Sie für sich die Begriffe: Führung, Verantwortung, Schwäche, Leistung etc.?
  • Wie sollte Ihr Stellvertreter sein?
  • Worin sollte er Sie ergänzen? Was sollte er oder sie haben, vorweisen, was Sie nicht haben?
  • Was machen Sie, wenn wir Sie nicht nehmen?
  • Was würden Sie tun, wenn Sie nicht mehr arbeiten müssten?